NESTHÄKCHEN

 

Pädagogische Schwerpunkte

 

  • geregelter Tagesablauf, Wochenplan, feste Jahresstruktur

  • Entwicklungsförderung in den Bereichen Motorik, Sprache, soziale Kompetenzen

  • wöchentliches Turnen

  • Förderung durch Kreativität

  • Spielen im Freien

  • gesunde Ernährung und Gesundheitserziehung

  • regelmäßige Fortbildungen

                                                


Ausführliches Konzept

 

Pädagogische Ziele und Methoden


Mein Hauptanliegen besteht darin, kompetent und liebevoll die Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu fördern und die Familien in ihrer Berufstätigkeit zu unterstützen. Meine pädagogische Arbeit orientiert sich an der Gesamtpersönlichkeit des Kindes mit seinen körperlichen und seelischen Befindlichkeiten und bezieht seine tatsächliche Lebenssituation mit ein. Das Kind steht im Mittelpunkt und wird in seiner Gesamtentwicklung gefördert und begleitet. Ich arbeite unter Anlehnung an den Grundgedanken der Montessoripädagogik „Hilf mir, es selbst zu tun“.

  

Eingewöhnungsphase

Die Eingewöhnung läutet für die Kinder und ihre Eltern einen neuen Lebensabschnitt, der auch mit Ängsten verbunden ist, ein. In erster Linie bestimmen die Kinder und ihre Eltern wann die Trennung vollzogen werden kann. Denn nur wenn beide Teile loslassen können, kann sich eine tragfähige Beziehung entwickeln. Dies kann nur ohne zeitlichen Druck erreicht werden. Bei der Vorgehensweise orientieren wir uns am „Berliner Modell“.

Eine Eingewöhnung kann folgendermaßen gestaltet werden:

Das Kind kommt in den ersten Tagen mit einer engen Bezugsperson (i.d.R. der Mutter) für einige Stunden in die Einrichtung. Dabei sollen Mutter und Kind die Tagesmütter in Aktion, die anderen Kinder und die Tagesabläufe gut kennen lernen. Ab dem vierten Tag wird versucht eine kurze Trennung (ca. 30 Minuten) zu erreichen. Die Eltern sind dabei in einem anderen Raum innerhalb der Einrichtung. Wenn dies erfolgreich verlaufen ist, wird die Zeitdauer schrittweise gesteigert. Zusätzlich verlassen die Eltern die Räumlichkeiten. Die Eingewöhnung ist erfolgreich verlaufen, wenn das Kind sich von der Tagespflegeperson wickeln, füttern, zum Mittagsschlaf legen und trösten lässt.


Entwicklungsförderung


Sprache

Sprachentwicklung hat eine entscheidende Bedeutung für die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit. Ein Kind kann nur dann selbst sprechen lernen, wenn die Menschen in seiner unmittelbaren Lebenswelt ständig liebevoll mit ihm in sprachlichen Kontakt treten uns es an ihrer sprachlichen Welt teilnehmen lassen. Um die Sprechfreuden, den Mitteilungsdrang und die Neugier von Kindern zu fördern ist ein anregendes Sprachvorbild wichtig. Nur in einer angenehmen Atmosphäre, in der kein Druck zum Sprechen erzeugt, wo dem Kind geduldig zugehört wird, in der das Kind wegen seiner Sprache nicht kritisiert und korrigiert wird, kann sich die Sprache mit Freude und ohne Hemmungen entwickeln.  In erster Linie erschließt sich die Sprache den Kindern über den Sprachrhythmus und die Melodie bis sie durch Nachahmung das Sprechen erlernen. Daher unterstütze ich die Sprachentwicklung durch Singen, Musizieren, Fingerspiele, Kinderreime. Wir betrachten Bilderbücher und reden über uns, die Welt, den Alltag. Ich begleite sprachlich unser Tun und Handeln, achte auf korrekte Sprache und schaffe ein Klima der gegenseitigen Achtung, damit jeder seinen Fähigkeiten entsprechend zu Wort kommt und sich gerne mitteilt.   


Motorik

Die motorische Entwicklung verläuft nach inneren Gesetzmäßigkeiten eines jeden Individuums. Jedes Kind entwickelt seine Fähigkeiten vom Kopf zu den Füßen; es lernt seine Muskeln von oben nach unten zu beherrschen. So kann es als erstes seinen Kopf kontrollieren, dann die Schultern, Arme und Hände. Sodann schreitet die Entwicklung über Rumpf, Rücken und Hüften zu den Beinen, bis das Kind schließlich frei gehen kann. Alle Kinder entwickeln ihre Fähigkeiten nach der gleichen Reihenfolge aber nicht mit der gleichen Geschwindigkeit. Jedes Kind eignet sich seine Fähigkeiten selbst an, fleißiges Üben vermag motorische Entwicklungsprozesse nicht zu beschleunigen. Voraussetzung für diese Selbststeuerung ist, dass das Kind Möglichkeiten bekommt, sich seinem augenblicklichen Entwicklungsstand entsprechend motorisch zu betätigen. Unsere Aufgabe ist dabei also das Bereitstellen von vielfältigen Bewegungsräumen (nicht nur innerhalb der Wohnung) und Anregungen. Hier bietet unser Toberaum, der mit Matratzen ausgelegt und mit verschiedenen Polsterelementen und einer Hängematte ausgestattet ist, vielfältige Möglichkeiten. Wir bauen Bewegungsparcours, die die Kinder zum Klettern, Kriechen, Hüpfen, Rollen, Schaukeln anregen, lassen ihnen den Freiraum, selbst Bewgungsbaustellen zu entwickeln und eigene Ideen einzubringen. So werden nicht nur motorische Fähigkeiten gefördert, sondern auch kognitive und soziale. Denn die Kinder müssen beim Turnen und Toben aufeinander Rücksicht nehmen, lernen zu warten, bis sie an der Reihe sind uvm.  

Durch die Kooperation mit dem Familienzentrum VKJ Zauberstern können die Nesthäkchen einmal wöchentlich (freitags) den Turnraum der Kindertagesstätte nutzen. Zusammen mit drei weiteren Kindertagespflegepersonen können die Kinder weitere wichtige Erfahrungen machen. Neben den vielseitigen Bewegungsmöglichkeiten lernen sie sich in einer größeren Gruppe zurechtzufinden und zu behaupten.

Die besten Anreize sich zu bewegen bietet jedoch das Spielen im Freien.


Spielen im Freien

Aktivitäten im Freien sind uns ein Bedürfnis, nicht nur unter dem Aspekt der motorischen Entwicklungsförderung. Die Bewegungsmöglichkeiten draußen sind ein wichtiger Ausgleich für alle Kinder. Der eigene Garten und die beiden Spielplätze werden regelmäßig aufgesucht und ausgiebig bespielt. Auch Regen und Wind halten uns vom Spielen im Freien nicht ab. Daher gehören Matschhosen und Gummistiefel zur Grundausrüstung dazu. Unser Bollerwagen, in dem alle Kinder Platz finden, ermöglicht uns, auch Ausflüge in die nähere Umgebung zu unternehmen.


Kreativität

Kreativität ist für Kinder eine gute Möglichkeit sich zu entwickeln.  Babys und Kleinkinder müssen Kreativität nicht erst erlernen, sie sind es ganz aus sich selbst heraus. Sie tun ja viele Dinge zum ersten Mal und müssen deshalb ständig experimentieren und ausprobieren, um ihre Welt mit all ihren Sinnen zu begreifen. So besteht meine pädagogische Aufgabe darin, den Kindern vielfältige Erfahrungen zu ermöglichen, ihnen die Gelegenheit geben, sich mit Alltagsmaterialien kreativ auseinander setzen zu können und allen Sinnen (Hören, Sehen, Fühlen, Schmecken, Riechen, Gleichgewicht) genügend Anreize bieten, sich zu entfalten. Wir malen mit verschiedenen Malutensilien und Techniken, kneten, reißen, schneiden, kleben, schmieren, kleistern … Wir singen, machen Musik, hören und erfinden Geräusche, riechen und schmecken. Diese Erfahrungen sind selbstverständlich nicht nur auf die Kreativität in der Wohnung beschränkt. Im Gegenteil lassen sich Sinneserfahrungen draußen auf viel natürlichere und spannendere Weise erleben. Die Pflanzen riechen und anfassen, die Vögel, Hunde, Autos, Baustellenmaschinen hören, balancieren, klettern, im Sand buddeln und unzählige Erfahrungen mehr können die Tageskinder bei unseren regelmäßigen Gängen nach draußen machen.  


Ernährung und Gesundheitserziehung

Das Thema Gesundheitserziehung im Krippenalter wird zunehmend wichtiger. Ich lege daher großen Wert auf gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst, viel Aufenthalt im Freien (Bewegung, Sinneswahrnehmung) und Körperhygiene. Dazu gehören das Zähneputzen, Händewaschen, Sauberkeitserziehung.



Sozial-emotionale Kompetenzen

Sozial-emotionale Kompetenz bedeutet mit den Gefühlen Anderer (soziale Fähigkeit) und mit eigenen Gefühlen (emotionale Fähigkeiten) umgehen zu können. Mir ist es wichtig, dass die Kinder ihre eigenen Gefühle kennen, akzeptieren und damit umgehen lernen. Sie sollen erfahren, dass z.B. -wütend sein- ein natürliches Gefühl und damit in Ordnung ist, hauen, beißen, kratzen dagegen nicht. Aber damit sie wissen, wie sie auf ihre Empfindungen reagieren dürfen, brauchen sie uns Erwachsene, um Alternativen aufgezeigt zu bekommen. So lernen sie im täglichen Umgang miteinander, ihre Interessen anderen Kindern gegenüber zu wahren, Kompromisse zu schließen, zu teilen, sich in andere hinein zu fühlen und auf andere Rücksicht zu nehmen. Es werden ihnen Werte und Normen übermittelt; sie lernen sich an Regeln zu halten, Verantwortung für sich, andere Menschen und ihre Umgebung zu übernehmen.


Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Eltern vertrauen mir das Wichtigste ihres Lebens an: ihre Kinder. Damit sie es ohne Angst und ohne schlechtes Gewissen tun können, brauchen sie die Sicherheit, dass es ihren Kindern bei mir gut geht. Daher ist die Eingewöhnungsphase von großer Bedeutung, sowohl für die Kinder als auch für die Eltern. Hier entsteht die Basis für eine vertrauens- und respektvolle Beziehung. Die Eltern lernen den Tagesablauf, die Tagesmutter, die anderen Kinder und ihre Eltern kennen, So wissen sie selbst aus der Ferne zu jederzeit, wie ihr Kind den Tag verbringt. Wie der Tag dann gelaufen war, erfahren die Eltern in kurzen Gesprächen beim Abholen ihrer Kinder. Ausführliche Gespräche sind bei Bedarf jederzeit zu einem gesonderten Termin möglich. Zweimal jährlich findet ein Elternabend statt. Dabei erhalten die Eltern die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit mir und den Eltern anderer Kinder. Sie erfahren, wie das Jahr bis dahin verlaufen war, welche Pläne für die nahe Zukunft geschmiedet wurden. Gemeinsam diskutieren wir über Ziele und Methoden in der Erziehung ihrer Kinder und versuchen gemeinsam Ursachen für Probleme und sinnvolle Lösungsmöglichkeiten zu finden.Das jährliche Sommerfest ist gleichzeitig ein Abschiedsfest. Das Jahr in meiner Kindertagespflegeeinrichtung orientiert sich am Kindergartenjahr. Die meisten Kinder verlassen die Einrichtung, wenn sie im Sommer in den Kindergarten wechseln. Dadurch freigewordene Plätze werden neu vergeben. Unser Sommerfest wird von allen gemeinsam gestaltet und gestemmt. Jeder trägt dazu bei, dass fürs leibliche Wohl gesorgt wird. Mit einem Abschiedsgeschenk sagen wir „Tschüß“. So tragen wir von Anfang bis Ende gemeinsam dazu bei, dass die Kindertagespflege eine gelungene Betreuungsform für Kinder darstellt. 


Abschied – Übergang in eine Kindertagesstätte

Die meisten Kinder verbringen in der Regel ein bis zwei Jahre in meiner Einrichtung. Das ist eine sehr lange und intensive Zeit, in der eine sehr enge Bindung zwischen mir und den Kindern entsteht. Dennoch ist spätestens im dritten Lebensjahr der Kinder für alle spürbar, dass der nächste Schritt, nämlich der Wechsel in eine Kindertagesstätte, nötig und wichtig ist. Darauf bereiten wir uns sehr gut vor. Die Kinder erleben, dass sie in die verschiedenen Kindertagesstätten zum Kennenlernen gehen und viele Gespräche sich um dieses Thema drehen. Auch in der Gruppe, im Singkreis, am Tisch, wird darüber gesprochen. Es werden Bücher dazu gelesen und Lieder gesungen. Der Höhepunkt ist dann ein gemeinsamer Besuch der zukünftigen Kindertagesstätte. Im Sommer, kurz vor unserem Sommer-Abschiedsfest besuche ich dann mit jedem Kind seine neue Kita, in die es nach den Sommerferien kommt. Das Kind kann mir dann seine Kita zeigen und gemeinsam vergleichen wir die neue Einrichtung mit den Nesthäkchen, stellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. Dabei lerne ich nicht nur die Räumlichkeiten sondern auch die Erzieherin und ein paar neue Freunde meines Tageskindes kennen. Nicht desto trotz fällt der Abschied allen Beteiligten schwer und es fließen reichlich Tränen.



Kooperationspartner


  • fachliche Begleitung durch den Fachverband Diakoniewerk Essen

  • Zusammenarbeit mit dem Jugendamt

  • Kooperation mit dem Familienzentrum VKJ Zaub

  • Mitgliedschaft in der Bundesvereinigung der Kindertagespflegepersonen e.V.
  • Mitgliedschaft in der Interessengemeinschaft der Kindertagespflege in  Essen e.V.




Fort- und Weiterbildungen

Tagespflegepersonen sind lt. Gesetz zu 20 Fortbildungstunden pro Jahr verpflichtet. Ich nehme regelmäßig an Seminaren teil, die zu meinem Konzept und zu aktuellen Themen der Tagespflege und meiner Einrichtung passen. Sich fortzubilden ist für mich eine Selbstverständlichkeit und keine gesetzliche Notwendigkeit.  

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             

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